Firmengeschichte der Rhein-Neckar Motorcycle GmbH

Firmengeschichte der Harley-Davidson® Rhein-Neckar Motorcycle GmbH

Hallo liebe Harley-Freunde,

seit 1976 sind wir Ihr Partner im Rhein-Neckar Dreieck und zählen damit zu den ältesten Harley-Davidson® Vertragshändlern in Deutschland.

Bei uns treffen Sie nicht nur auf ein geschichtsträchtiges Unternehmen, sondern auch auf langjährige Mitarbeiter, die Ihre Leidenschaft teilen. Profitieren Sie von unserer Erfahrung in allen Bereichen!

Besuchen Sie uns auf einer Ladenfläche von 2500 qm und einem Freigelände von 10000 qm, wo wir Ihnen nicht nur die aktuelle Harley-Davidson® Mode und viele Geschenk- und Accessoires-Artikel bieten. Außer den aktuellen Harley-Davidson® Motorrädern gibt es auch unser gut ausgerüstetes Ersatzteil- und Zubehörlager, sowie die Werkstatt mit integriertem Dynojet Leistungsprüfstand.

Wir lassen keine Wünsche offen und freuen uns Sie persönlich in bei uns begrüßen zu können!

Ihr Team der

Harley-Davidson® Rhein-Neckar Motorcycle GmbH

Firmengeschichte der HD Rhein Neckar GmbH

1976

Wir schreiben das Jahr 1976. Im fernen Amerika hat Harley-Davidson, zu dieser Zeit Bestandteil des mächtigen AMF-Konzerns, soeben erstmals in seiner Geschichte mehr als 75.000 Motorräder in einem Jahr produziert. Eine Handvoll von ihnen gelangen nach Ludwigshafen-Edigheim – zu Erich Krafft, einem aufrichtigen Rocker, unverbesserlichen V-Twin-Freak und geborenem Kaufmann, der es versteht, seine Träume von Abenteuern und Motorrädern zu leben. Erich holt die US-Eisen in Eigenregie nach Deutschland, da es Mitte der Siebziger zeitweilig keinen offiziellen Importeur gibt. Als die Werksniederlassung in Groß-Gerau bei Frankfurt gegründet wird, arbeitet er eng mit Harley-Davidson Deutschland-Chef Klaus Zobel zusammen und avanciert mit seiner „Erich Krafft GmbH“ zu einem der ersten Harley-Davidson Vertragshändler in Deutschland.

 

Kaum mehr als 80 Bikes lassen sich pro Jahr in jener Zeit hierzulande absetzen. Zwar leckt sich so mancher die Finger nach diesen ebenso exotischen wie wuchtigen Maschinen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, doch leider stehen sie in dem Ruf, unzuverlässig zu sein. Die Vorurteile sind so groß, dass einer von Erichs Kunden gleich zwei identische Motorräder ordert, um eins als Ersatzteillager nutzen zu können. Doch die Befürchtungen erweisen sich als unbegründet: Diese Zweit-Shovel gibt’s auch 40 Jahre später noch, beinahe unangetastet und mit echten 258 Kilometern auf der Uhr!

1982

1982 hat der rastlose Erich genug vom Motorradbusiness und übergibt seinen Betrieb an Thomas Gärtner, der bis dato als Mitarbeiter der „Erich Krafft GmbH“ tätig war, um sich ganz seinen Passionen – dem Biken, Reisen und Ballonfahren – zu widmen. „Ein tiefer Sprung ins eiskalte Wasser, aber trotzdem fühlte es sich einfach gut an“, wird Thomas später resümieren. Banken wollen bedient werden, die Arbeit stapelt sich und selten geht das Licht in Werkstatt und Büro vor 22 Uhr aus. Aber Thomas liebt seinen Job. Zu seinem Team gehören von Beginn an Willy im Teilelager und Uschi in der „Papiermühle“, und gemeinsam meistern die drei jede noch so große Herausforderung.

 

Noch im gleichen Jahr sagt sich hoher Besuch beim frisch gebackenen Chef an: Willie G. Davidson will seine Händler rund um den Globus kennenlernen und schaut in Ludwigshafen-Edigheim herein. Der Gründerenkel und Leiter der Designabteilung von Harley-Davidson staunt nicht schlecht darüber, dass sein deutscher Dealer mangels lieferbaren Originalzubehörs mit der Entwicklung und Fertigung vorverlegter Fußrastenanlagen, verlängerter Gabelholme, stabiler Gabelbrücken und kompletter Kotflügelsätze begonnen hat. Wenig später gibt’s sogar Rahmen made in Ludwigshafen – starr, so wie es zahlreiche Kunden lieben, und passgenau für den Evolution V2. Letzterer erweist sich als wahrer Lichtblick für die Motor Company und ihre Dealer. Anerkanntermaßen ist das Leichtmetalltriebwerk überaus robust und zuverlässig und die mit ihm bestückte Urgeneration der Softail Modelle wird zum Verkaufsschlager der Achtziger- und Neunzigerjahre. So verwundert es nicht, dass auch Thomas’ Team und Kundenstamm wachsen und gedeihen. Und mithin wachsen die Entfernungen zu Kunden sowie der Bedarf, Motorräder zuverlässig und rasch zu transportieren. Klarer Fall, ein Transporter muss her. „Aber irgendein x-beliebiger Lkw wäre uns einfach zu langweilig gewesen,“ gesteht Thomas, „also haben wir selbst einen gebaut“. Ein alter Mercedes Krankenwagen und eine Flex bilden die Basis. Als der Sternenkreuzer schließlich aus der Werkstatt rollt, ist er zu einem coolen Pick-up mutiert, der in der Folgezeit rund um Ludwigshafen die Blicke magisch auf sich zieht.

1988

„Geht nicht gibt’s nicht“ gilt auch in den folgenden Jahren für die umtriebigen Pfälzer. Das unterstreichen sie, als 1988 die erste Softail Springer mit ihrer, dank CAD und anderer Hightech wiederauferstandenen Springergabel auf den Markt kommt. Leider nur in einem Chopper, was Thomas äußerst bedauerlich findet, schließlich zierte die ursprüngliche Springergabel die klassischen Flat-, Knuckle- und Panhead Modelle der frühen Harley Jahrzehnte. Da müsste sich doch was machen lassen, findet Thomas. Und klar, es lässt sich was machen: ein Bike im Stil der alten Zeiten, die Springer Classic „made in Edigheim“ ist geboren, und wenig später gibt’s das klassische Zubehör auch für die Sportster Modelle.

 

Fast zeitgleich arbeitet die Ludwigshafener Service-Mannschaft aber noch an etwas völlig anderem. Auf der Werkbank liegt ein 1340er Evo V-Twin, zerlegt in seine Bestandteile. Daneben wartet das Gerippe einer FXR Super Glide auf Auferstehung. Fieberhaft wird gebohrt, gefeilt, an- und wieder abgebaut, erfunden und verworfen. Verantwortlich für die Operation ist ein gewisser Rico Antes, ein vom Drag Racing Besessener, der später als der schnellste Deutsche auf vier Rädern in die Motorsportgeschichte eingehen soll. Rico will Dragster am Hockenheimring heimisch machen und Thomas ist infiziert. Seine Firma erschafft ein Hubraummonster namens „das Tier“, einen 1600-Kubik-Titan, mit dem die Edigheimer Jungs in Hockenheim antreten, als Rico dort aus der Taufe hebt, was später unter dem Namen „NitrOlympX“ für Furore sorgen wird. Und das Tier macht seinem Namen alle Ehre: Wie ein geölter Blitz pfeilt die FXR vor einer Yamaha FZR 1200 ins Ziel. Der Ring tobt und das deutsche Harley Drag Racing ist geboren. Mit der „Schneckster“, einer 1600er Sportster mit zwei Vergasern und 110 PS, stellen die Pfälzer dem „Tier“ eine Schwester an die Seite, die ebenfalls etliche Pokale abräumt. „Wie auch in der Automobilbranche üblich, sammelten wir mit dem Drag Racing Erfahrungen, die wir im Alltag bei den Bikes unserer Kunden prima nutzen konnten“, erläutert Pascal Vernaud das Engagement.

1993

1993 geht Thomas in die Luft: Der Pfälzer erfüllt sich einen lang gehegten Traum und lässt einen 28 Meter hohen Heißluftballon in Harley Orange anfertigen, dessen Flanken stolze Bar and Shield Logos zieren. „Damit entschwebst Du jedem Alltagsstress“, schwärmt der Ballonfahrer, „all Deine Probleme bleiben am Boden und die Welt aus der Vogelperspektive zu sehen – ohne Triebwerke und ohne irgendeine Blechhülle um Dich herum – ist einfach atemberaubend!“ Ausfahrten im schwebenden Weidenkorb dürfen auch die Members des frisch gegründeten H.O.G. Rhein-Neckar Chapters unternehmen, das zu Thomas’ großer Freude von Beginn an zu den aktivsten in Deutschland zählt.

1995

Zwei Jahre später tritt ein, was das Ludwigshafener Team schon lange befürchtet hat: der Laden im Stadtteil Edigheim platzt endgültig aus allen Nähten. Zum Glück findet Thomas gerade noch rechtzeitig in Ruchheim ein attraktives Gebäude, das großzügig im US-Style mit viel Holz und Edelstahl umgebaut wird: Jede Menge Platz für Showroom und Werkstatt! Und da Firmengründer Erich Krafft ja eigentlich schon lange nicht mehr im Unternehmen ist, ändert man wenig später auch gleich noch den Namen. So prangt seit 1998 über dem Eingang das neue Firmenschild „Harley-Davidson Rhein-Neckar GmbH“.

2003

Als die Ludwigshafener Harley Vertretung 27 wird, feiert die Motor Company ihren hundertsten Geburtstag. Rund um den Globus steigen Partys und in Hamburg findet der erste Großevent im Zeichen des Bar and Shield Logos statt, aus dem ein Jahr später die Hamburg Harley Days werden sollen. Ehrensache, dass man auch in der Pfalz etwas ganz Besonderes auf die Beine stellt. Zusammen mit dem Auto- und Technikmuseum Sinsheim organisiert Thomas die Ausstellung „100 Jahre, 100 Harleys“, ein Volltreffer, der tausende Besucher in die Sinsheimer Hallen zieht.

2004

Um noch mehr Kunden für Produkt und Marke zu begeistern, starten die Ludwigshafener ein Jahr später mit Fahrtrainings sowie Schnupper- und Schrauberkursen für Frauen durch. Unter dem Motto „Ladies only“ bleibt Frau hier ganz unter sich, männliche Besserwisser haben keinen Zutritt. Außerdem knüpft Thomas Drähte zu einem örtlichen Fahrlehrer, dessen Schüler sich jetzt in den Sattel einer Harley schwingen dürfen – ab sofort ist das Grinsen im Gesicht nach der Fahrstunde noch fetter! Und damit auch gestandene Biker noch etwas dazulernen, wird außerdem ein Schräglagentrainer angeschafft: ein speziell präpariertes Bike mit rollenbestückten Auslegern an jeder Seite vermittelt den Kunden seither in den Sicherheitstrainings von Harley-Davidson Ludwigshafen mehr Vertrauen in Kurven.

2006 & 2011

Schon immer wurden die Feste bei Harley-Davidson Rhein-Neckar berauschender gefeiert, als sie fallen und so auch zu Firmenjubiläen. Keine Frage also, dass so viele Jahre Leidenschaft für Harley-Davidson Motorräder zum 30 und 35-jährigen Firmenjubiläum mit ordentlichen Partys gefeiert wird. Thomas und sein Team haben sich so einiges einfallen lassen: Auf 2500 qm überbauter Fläche und weiteren 10.000 qm Freigelände erwarten die Gäste neben Live-Musik, leckerem Essen und coolen Drinks zahlreiche weitere Attraktionen.

Neben Ausstellern, mit dabei selbstverständlich der legendäre Teileflohmarkt sowohl für Harley-Davidson als auch Buell Motorräder, der vielleicht immer genau das Teil bereithält, das man schon so lange sucht. Und damit es dem Nachwuchs beim Stöbern von Mama und Papa garantiert nicht langweilig wird, können die Kids den eigens für sie angelegten Racetrack auf kindgerecht präparierten Minibikes unter die Räder nehmen

Doch damit nicht genug: Als besonderes Highlight können alle, die gerne hoch hinaus möchten, im Helikopter- oder im einzigen in Deutschland existierenden Harley-Davidson Heißluftballon ein unvergessliches Erlebnis buchen.

2016

Schon immer wurden die Feste bei Harley-Davidson Rhein-Neckar berauschender gefeiert, als sie fallen und so auch zu Firmenjubiläen. Keine Frage also, dass so viele Jahre Leidenschaft für Harley-Davidson Motorräder zum 30 und 35-jährigen Firmenjubiläum mit ordentlichen Partys gefeiert wird. Thomas und sein Team haben sich so einiges einfallen lassen: Auf 2500 qm überbauter Fläche und weiteren 10.000 qm Freigelände erwarten die Gäste neben Live-Musik, leckerem Essen und coolen Drinks zahlreiche weitere Attraktionen.

Neben Ausstellern, mit dabei selbstverständlich der legendäre Teileflohmarkt sowohl für Harley-Davidson als auch Buell Motorräder, der vielleicht immer genau das Teil bereithält, das man schon so lange sucht. Und damit es dem Nachwuchs beim Stöbern von Mama und Papa garantiert nicht langweilig wird, können die Kids den eigens für sie angelegten Racetrack auf kindgerecht präparierten Minibikes unter die Räder nehmen

Doch damit nicht genug: Als besonderes Highlight können alle, die gerne hoch hinaus möchten, im Helikopter- oder im einzigen in Deutschland existierenden Harley-Davidson Heißluftballon ein unvergessliches Erlebnis buchen.

2017

Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören – und deswegen übergibt Thomas Gärtner 2017 nach über 30 Jahren die Leitung seines Geschäfts an Pascal Vergnaud, Harley Fan und Fahrer aus Passion. Seit seinem 18. Lebensjahr schwört er auf die Maschinen aus Milwaukee, USA. Im Anschluss an eine 40.000-Kilometer-Weltreise, die ihn – natürlich auf einer Harley-Davidson – 2008 bis in die Mongolei verschlug, landete Vergnaud zunächst für zwei Jahre in der Türkei und schließlich in Deutschland, wo er an Gärtners Tor klopfte und in der Werkstatt anheuert. Er hatte Beruf und Berufung gefunden und wollte einfach immer mehr davon. Und so wird der sympathische Franzose Boss des 15-köpfigen Harley Teams in Ludwigshafen. „Es ist einfach toll, in dieser Atmosphäre und in diesem Team zu arbeiten“, schwärmt der neue Geschäftsführer, „und es macht mich mächtig stolz, eine Firma mit mehr als vier Jahrzehnten Tradition übernehmen zu dürfen!“

Ganz wie seinen Vorgängern liegt auch Pascal Harley-Davidson im Blut. Sein technisches Know How und seine Leidenschaft haben ihm nicht nur auf seiner Weltreise gute Dienste geleistet. Durch seine Liebe zur Marke wird unter anderem 2017 ein Tour Glide Gespann von 1982 zum Leben erweckt, fahrbereit und doch hin und wieder – wie es sich gehört – zur Ansicht im Heritage Raum. Und auch er ist kein Freund von halben Sachen. Die zahlreichen Events (Brazzeltag, Sinsheimer Technik Museum) und die große Probefahrtflotte wollen gebührend transportiert und in Szene gesetzt sein. So prangt auf Anhänger und eigenem 10 Tonnen LKW das neue Firmenlogo. Denn Leise kann jeder! Pascal sprüht vor Ideen, immer Tradition und Fortschritt gleichermaßen im Blick.

Und Thomas Gärtner weiß seinen Betrieb in guten Händen, doch wer wie er mit Leib und Seele bei der Sache ist, zieht sich natürlich nicht einfach aufs Altenteil zurück. Daher wird man den engagierten Harley Mann auch künftig überall dort antreffen, wo sich Fans und Freunde der US-Marke treffen. Zudem wird er weiterhin Fahrtrainings leiten und dem Team von Harley-Davidson Rhein-Neckar mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und eines, so verspricht Gärtner, wird sich für die Harley Fahrer in und um Ludwigshafen ohnehin nie ändern: „Wir wollen, dass die Kunden zufrieden sind. Das hatte für uns stets oberste Priorität und so wird es auch in Zukunft sein!“

Text: Hein Herz, Harley-Davidson Presseservice, Harley-Davidson Rhein-Neckar

40
Jahre Erfahrung
2500
QM Ladenfläche
10000
QM Freigelände
25
Mitarbeiter für Sie im Einsatz
271
HOG Members